EU will Babypause ausweiten
Zwei Drittel der Mütter in der EU sind laut Studien berufstätig – im Gegensatz dazu knapp 92 Prozent der Väter. Das zeigt, dass viele Frauen vor einer Entscheidung stehen: Beruf oder Familie. „Schluss damit!“, sagt die EU und fordert bessere Bedingungen für werdende Mütter. Um deren Lebensqualität zu verbessern, will die Kommission den Anspruch auf bezahlten Mutterschaftsurlaub rund um die Geburt europaweit auf 18 Wochen anheben.
Kündigungs- und Versetzungsschutz
Bisher gilt in Österreich ein Beschäftigungsverbot von 16 Wochen. „Nur bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt, Kaiserschnitt oder medizinischen Eingriffen währt die Schutzfrist länger“, weiß Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung „Frauen – Familie“ der Arbeiterkammer Wien. Damit die jungen Mütter in keinem Fall um ihren Job fürchten müssen und sich durch Kinder nicht ihre beruflichen Aufstiegschancen verbauen, drängt die EU auf einen verschärften Schutz vor Kündigung oder Versetzung.
Babypause selbst einteilen
Darüber hinaus sollen Frauen ihre Arbeitsauszeit in Zukunft selbst einteilen können – sie sollen entscheiden, wann sie den Mutterschutz antreten möchten. Bislang sind in der Alpenrepublik je acht Wochen vor und nach der Geburt vorgeschrieben. Weiters sollen auch Selbstständige und Frauen, die im Betrieb des Partners mithelfen, dieselben Rechte auf Mutterschutz bekommen wie Angestellte.
Kinderbetreuungsangebote
Damit Frauen auch nach dem Mutterschutz auf keinen Karrieresprung verzichten müssen, ist es laut EU-Kommission dringend notwendig, das Betreuungsangebot auszuweiten. Ziel sei, bis zum Jahr 2010 mehr Plätze zur Verfügung zu stellen: Europaweit soll mindestens ein Drittel der unter Dreijährigen sowie 90 Prozent der reiferen Kids, die das Schulalter noch nicht erreicht haben, die Möglichkeit einer Betreuung erhalten.
Wien hat Vorreiterrolle
Hier zu Lande hat man bezüglich Kinder-Betreuung bereits ein viel versprechendes Modell entworfen: Ab Herbst diesen Jahres ist der Kindergarten für 0- bis 6-jährige Sprösslinge in der österreichischen Hauptstadt beitragsfrei! Wien hat damit eine Vorreiter-Rolle eingenommen – nicht nur für das restliche Land, sondern auch für ganz Europa!



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