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EU verfünffacht Schulobst-Budget

EU-Special: 22 Millionen Kinder in Europa sind übergewichtig. Das soll sich ändern. Das Europäische Parlament wird das Budget fürs „Schulobstprogramm“ aufstocken – auf 500 Millionen Euro pro Schuljahr.

Die EU-Kommission will 90 Millionen Euro, das Europäische Parlament 500 Millionen Euro bereitstellen. 

Frische Früchte für einen fitten Körper: Im kommenden Herbst startet erstmals das EU-Schulobstprogramm, in dessen Zuge die junge Generation zumindest für die nächsten drei Jahre mit gesunden Leckereien versorgt wird. Danach wird es eine Evaluierung geben. In diesem Rahmen wird entschieden, ob das Programm fortgesetzt wird. Die EU-Kommission will 90 Millionen Euro pro Schuljahr für die Umsetzung bereitstellen und auf die Mitgliedsstaaten verteilen. Das Europäische Parlament möchte tiefer in die Tasche greifen und fordert eine Aufstockung auf 500 Millionen Euro. Immerhin sind bereits 22 Millionen Kinder in der EU übergewichtig – davon gelten Schätzungen zufolge fünf Millionen als fettleibig. Und es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Betroffenen jährlich um 400.000 steigt. „Die Aktion soll in Österreich flächendeckend angeboten werden, der Fokus liegt dabei auf den Volksschulen“, heißt es aus dem Lebensministerium in Wien. Damit soll die gesunde Ernährung etwa 440.000 SchülerInnen in Österreich von Kindesbeinen an nahegebracht werden.

Ernährung nachhaltig verbessern

„Zielsetzung ist eine nachhaltige Verbesserung der Ernährungs-Gewohnheiten von Schulkindern“, erklärt das Lebensministerium. Der tägliche Obst- und Gemüseverzehr soll auf 400 Gramm pro Person und Tag steigen (derzeit 380 Gramm). Ebenso sollen durch die Aktion die fatalen Folge-Erscheinungen ungesunder Ernährung wie zum Beispiel Übergewicht, Fettleibigkeit oder Herz- und Kreislauf-Erkrankungen eingedämmt werden.

Regionale und saisonale Produkte

Neben der regelmäßigen Verteilung von Obst (und Gemüse) in Schulen und Betreuungseinrichtungen sind darüber hinaus Begleitmaßnahmen wie Informationsprogramme und themenspezifische Projekte geplant. Bei den angebotenen Früchten soll es sich stets um heimisches Obst handeln, das je nach Jahreszeit gerade zur Verfügung steht.