Schulnebenkosten müssen diskutiert werden
Wie viel müssen Eltern für Schulnebenkosten aufbringen? Andreas Ehlers, Vorsitzender des Landesverbandes Wien der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen, gibt Auskunft.
Über die Schulnebenkosten muss diskutiert werden.
„Ein Schulausflug, ein Besuch der ganzen Klasse im Theater, Bücher die für den Unterricht angeschafft werden müssen: Für viele Eltern stellt sich die Frage, wie viel sie an Schulnebenkosten einplanen und kurzfristig vom Lohn abzwacken müssen.
Mitteilungen wie: „Übermorgen gehen wir ins Kino, geben Sie Ihrem Kind 6,50 Euro mit“ können unangenehm überraschen. Doch Eltern müssen das nicht einfach hinnehmen, sondern können auf die Grenzen ihrer Möglichkeiten hinzuweisen.
Ein Erlass des Stadtschulrats (2007) bietet Eltern mehr Möglichkeiten der Mitsprache und lädt LehrerInnen ein, kostenpflichtige Schulveranstaltungen mit Augenmaß und in Kooperation mit den Eltern und der Elternvertretung zu planen. Das durchschnittlich leistbare Limit für 5-tägige Projektwochen in Österreich liegt bei 150 Euro. Über leistbare Kosten und Alternativen muss im Klassen- bzw. Schulforum diskutiert werden. Das wichtigste: Werden Ziele gewählt, die für alle Eltern erschwinglich sind, wird kein Kind beschämt, weil es auf Unterstützung angewiesen ist.