Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Gespräch
Der Papa einer kleinen Tochter und Hobbyläufer Christian Oxonitsch erklärt im Kinder & Co-Gespräch, welches Anliegen ihm als Familienstadtrat besonders am Herzen liegt und was er tut, wenn seine Tochter nicht ins Bett will.
Für Wiens Kinder im Einsatz: Familienstadtrat Christian Oxonitsch
Was ist das wichtigste Anliegen, das Sie als Familienstadtrat realisieren möchten?
Die Umsetzung des Gratis-Kindergartens für alle Kinder von 0 bis 6 Jahren ist derzeit sicher eines der wichtigsten Projekte. Dadurch ersparen sich Eltern monatlich bis zu 226 Euro oder mehr. Parallel dazu wird auch das Angebot an Betreuungsplätzen ausgebaut und intensiv an der Ausbildung weiterer Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen gearbeitet. Mir ist wichtig, dass die hohe Qualität unserer Betreuungseinrichtungen gesichert ist.
Der Bund hat das verpflichtende letzte Kindergartenjahr beschlossen – was halten Sie davon?
Der Kindergartenbesuch ist für alle Kinder mit wichtigen Entwicklungsschritten verbunden: Es geht um soziale Kompetenz, aber auch um Dinge wie Sprache und kognitive Fähigkeiten, die dann für den Schulerfolg von großer Bedeutung sind. Deshalb ist das verpflichtende Kindergartenjahr ein guter und wichtiger Schritt.
Glauben Sie, dass es für Kinder wichtig ist, einen Kindergarten zu besuchen? Ab welchem Alter halten Sie es für sinnvoll?
Ich denke, vom Kindergartenbesuch profitiert jedes Kind. Wir haben in Wien ein auf alle Altersklassen abgestimmtes pädagogisches Konzept und als erstes Bundesland auch einen eigenen Bildungsplan für den Kindergarten. Wir haben in Wien ein Angebot für Kinder von 0 bis 6 Jahren. Wann der richtige Zeitpunkt für einen Kindergartenbesuch ist, ist individuell ganz unterschiedlich, diese Entscheidung treffen allein die Eltern.
Sie haben selbst als pädagogischer Mitarbeiter gearbeitet und wollten selbst Kindergartenpädagoge werden, haben es aber dann doch nicht gemacht. Warum?
Damals war die Zeit offenbar noch nicht reif dafür. Männer waren in diesem Berufsfeld de facto überhaupt nicht präsent. Das hat sich zwar inzwischen geändert, dennoch würde es mich freuen, wenn wir noch mehr Kindergartenpädagogen in unseren Einrichtungen hätten.
Ab Herbst wird auch die Wiener Mittelschule Realität. Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile dieser Schulform?
Weil sie Chancengleichheit für alle Kinder bietet – und Chancengleichheit ist nur dann zu erreichen, wenn man nicht frühzeitig selektiert, sondern alle Kinder bestmöglich individuell fördert und unterstützt.
Sie sind auch Papa und haben einen stressigen Job – wie schaffen Sie es, beides zu vereinbaren?
Ich versuche, mir bewusst die Zeit mit meiner Tochter einzuplanen, sei es für gemeinsame Unternehmungen wie einen Besuch im Prater oder – wie jetzt – für das Frühlingsfest im Kindergarten. Die Erledigung der Post erfolgt dann eben oft erst spät in der Nacht, wenn sie schläft!
Was tun Sie, wenn Ihre Tochter einfach nicht ins Bett will?
Mit einem neuen Kinderbuch locken, das wir dann gemeinsam lesen!
Die Lieblingsgeschichte Ihrer Tochter?
Die diversen „Conny“-Kinderbücher haben es ihr besonders angetan!
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