Sonnencreme: Billig muss nicht schlecht sein
Je edler die Marke und je schöner die Packung, desto besser der Sonnenschutz? Nein! Qualität muss nicht teuer sein. „Kinder & Co“ weiß, was eine Creme können muss und wie man gute Ware erkennt.
Sonne regt den Kreislauf an und sorgt für Glücksgefühle. Aber zu viel Sonne kann die Haut schädigen. Die wichtigsten Kriterien für gute Sonnencremen:
UVA- und UVB-Schutz
Die Filter in der Sonnencreme absorbieren die Strahlungsenergie und wandeln sie in hautfreundliche Wärme um. Beim Kauf sollte man also auf einen Breitspektrumschutz achten. Das heißt, die Creme soll sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Heutzutage weiß man, dass beide Strahlungen an der Entwicklung von Hautschäden beteiligt sind. Während UVA vor allem bei der frühzeitigen Hautalterung eine bedeutende Rolle spielt, ist die UVB-Strahlung stark sonnenbrandauslösend.
KonsumentInnenfreundliche Kennzeichnung
Der Lichtschutzfaktor ist das Maß der Schutzwirkung gegen Sonnenbrand. Er gibt an, um wie viel länger sich eine Person geschützt in der Sonne aufhalten kann. Voraussetzung ist aber, dass eine Mindestmenge von zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter aufgetragen wird. Weiters wichtig zu wissen: Der Faktor beschreibt im Wesentlichen nur den Schutz vor UVB-Strahlen!
Durch neue EU-Vorschriften muss die Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln nun einheitlich sein. Fortan gibt es die Einstufung des Faktors in Kategorien: „niedrig“, „mittel“, „hoch“ und „sehr hoch“. Diese Angabe muss klar sichtbar auf dem Tiegel angebracht sein. Die Zahlenangabe gehört damit der Vergangenheit an. Außerdem muss der UVA-Schutzfaktor in Zukunft mindestens ein Drittel des UVB-Schutzfaktors ausmachen.
Sonnenschutzmittel muss „photostabil“ sein
Das bedeutet, dass sich das Mittel unter UV-Strahlung nicht zersetzt. Untersuchungen zufolge wurde bei einigen Cremen nachgewiesen, dass der Schutz vor UVA nach kurzer Zeit zerstört wird. Darüber hinaus muss ein Sonnenschutzmittel auch noch zahlreiche weitere Qualitätskriterien erfüllen: Haltbarkeit, Reinheit, Wärmestabilität etc.
So erkennen Sie gute Produkte
Bei der Wahl des Produkts sollte auf den Hauttyp geachtet werden. Greifen Sie zum entsprechend hohen Lichtschutzfaktor. Ob ein Mittel den oben genannten Kriterien entspricht, ist für die Konsumentin bzw. den Konsumenten oft nicht klar ersichtlich. ExpertInnen empfehlen daher, sich an Tests zu orientieren – etwa vom Verein für Konsumentenschutz. Diese Untersuchungen kommen immer wieder zu dem Schluss, dass teuer nicht unbedingt besser ist.