Hilfe, zu viele Geschenke!
Ein Päckchen von Oma mütterlicherseits, eins von Tante und Onkel, ein riesiges von den Eltern, eines von den Großeltern väterlicherseits, eines von … Wie schenkt man sinnvoll – ohne zu enttäuschen? Und wie feiert man stressfrei?
Damit Kinder nicht in Geschenken untergehen, sollten Eltern vorher mit Verwandten und Bekannten sprechen.
Kinder & Co“ hat bei ExpertInnen der MAG ELF und der MA 10 – Wiener Kindergärten nachgefragt, wie man schenkt, ohne die Kinder zu überfordern.
Viele Kinder bekommen, so die ExpertInnenmeinung, einfach zu viel. Sie sind nur mehr damit beschäftigt, Pakete zu öffnen, ohne sich mit einem Geschenk näher zu befassen. Die Erwachsenen motivieren sie auch noch dazu: „Schau dir doch mein Geschenk an“ oder „Da ist noch etwas“ tönt es von Verwandten und Bekannten. Kein Wunder, dass irgendwann nur noch das Aufreißen wichtig ist. Dann kommt auch noch der Wettbewerb der Erwachsenen: „Wer hat das beste Geschenk?“ Das Kind muss also auch noch die Erwartungen der Erwachsenen erfüllen. Lieb dreinschauen, sich bei jedem bedanken – wie soll man sich bei dem Stress noch über die Geschenke freuen können?
Ich wünsche mir …
Dabei wissen Kinder, vor allem jüngere, oft gar nicht, was sie sich wirklich wünschen. Meist wird das von der Werbung erledigt. Auch die Dinge, die andere haben, sind immer heiß begehrt (dazu gibt es nähere Infos in der Print-Ausgabe von „Kinder & Co“ 04/09 auf Seite 15 und auf www.stressmitkindern.at.
Besser ist es, sich vorher mit Verwandten und Bekannten abzusprechen. So kann man vereinbaren, dass jeder nur ein kleines Geschenk mitbringen soll oder dass die ganze Familie für etwas, das sich das Kind wirklich wünscht, zusammenlegt.
Damit man selbst nicht in Weihnachtsstress versinkt, sollte man sich selbst nicht überfordern. Wer sagt, dass man zehn verschiedene Kekssorten backen, für jeden ein tolles Geschenk auftreiben und die Wohnung putzen, dekorieren und herrichten muss. Tipp: Nehmen Sie sich die Freiheit, Weihnachten so zu feiern und zu gestalten, wie Sie und Ihre Familie es selbst wollen – und nicht wie es andere erwarten oder in der Werbung und in Filmen vorgestellt wird.
Mehr zum Thema:Related News: