Weihnachten in anderen Ländern
In den USA kommt Santa Claus im Rentierschlitten, in Russland bringt Väterchen Frost erst am 7. Jänner die Geschenke und in Australien ist zu Weihnachten Hochsommer. Wie wird in anderen Ländern gefeiert?
Die Kinder in Holland haben es gut. Sie brauchen nicht so lang auf die Bescherung warten, denn schon am Vorabend des Nikolaustages gibt es viele Geschenke. Am 5. Dezember wird „Sinterklaasavond“ gefeiert. Der Nikolaus, „Sinterklaas“, ist auch Schutzpatron der Seefahrer. Er bringt die Geschenke, die so verpackt sind, dass man nicht gleich erkennen kann, was es ist. Darin verborgen ist auch ein Zettel mit einer lustigen Geschichte über den Beschenkten. Traditionell werden in Holland auch Schokoladenbuchstaben gegessen. Früher lag der Anfangsbuchstabe des/der Beschenkten auf dem Geschenk– damit erkannt wurde, wem was gehört.
In Ägypten leben viele Muslime. Sie feiern kein Weihnachtsfest. Doch auch die Christen in Ägypten begehen Weihnachten anders als wir: 43 Tage vor dem Heiligen Abend wird gefastet. Es gibt nur vegetarische Gerichte und erst ab Mitternacht darf Fleisch gegessen werden. Am Weihnachtsabend geht man ganz neu eingekleidet in die Kirche. Um Mitternacht endet diese. Danach gibt es in der Familie ein spezielles Weihnachtsmahl, das „Fata“ – Brot mit Reis, gekochtem Fleisch und Knoblauch. Am nächsten Tag werden NachbarInnen und FreundInnen besucht. Mit ihnen genießt man „Kaik“ (ähnlich wie Lebkuchen).
Santa Claus im Rentierschlitten
Santa Claus kommt mit dem Schlitten, gezogen von seinen Rentieren. Das berühmteste davon ist „Rudolph the red nosed reindeer “, von dem auch ein Lied handelt. Santa Claus kommt durch den Kamin, um seine Geschenke zu verteilen. Deshalb hängen die Kinder Strümpfe an den Kamin. Die Familien halten für ihn und seine Rentiere eine Tasse Milch und Zuckerstückchen bereit. Um einiges üppiger ist das Essen bei den Familien: Truthahn steht auf dem Speiseplan.
Auch in Frankreich gibt es Truthahn, garniert mit Maroni. Doch schlemmen steht die ganze Nacht auf dem Programm: Auch Austern und Pasteten werden serviert. Im Anschluss gehen die Familien zur Mitternachtsmesse, danach gibt es ein riesiges Feuerwerk. In Frankreich bringt Pere Noel die Geschenke.
Heiße Weihnachten
Es hat 35 Grad. Dennoch trägt „Santa Claus“ einen roten Mantel und aus den Geschäften dringen Weihnachtslieder. Viele Leute, die in Städten wie Sydney, Perth, Melbourne oder Brisbane leben, gehen am Heiligen Abend zu „Carols by Candlelight“. Hier treten Chöre, SängerInnen und Orchester auf, die Weihnachtslieder zum Besten geben. Dazu brennen tausende Kerzen, die feierliche Stimmung verbreiten.
... und kalte Weihnachten
Dunkel und kalt ist es zur Weihnachtszeit hingegen in Finnland. In der Vorweihnachtszeit sitzt man zusammen, plaudert, tanzt und singt. In einigen Gebieten wird bereits am 13. Dezember das Julfest gefeiert. Mädchen mit einem Lichterkranz auf dem Kopf laufen durch die Straßen und singen Lieder, um Licht in die dunklen Tage zu bringen. Erst in der Nacht des 23. Dezember haben die Familien Zeit, sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Die Eltern überraschen ihre Kinder am 24. Dezember frühmorgens mit einem prächtig geschmückten Tannenbaum im glänzend dekorierten Haus.
Quelle: www.hoppsala.de
Väterchen Frost kommt direkt vom Nordpol und besucht die Kinder in Russland am 31. Dezember. Auch er trägt einen langen roten oder weißen Mantel, ein Eiszapfen ist sein Wanderstab. Wenn er kommt, stampft er mit seinem Eiszapfen fest auf den Boden. Das Mädchen „Schneeflocke“ und der Bub „Neujahr“ begleiten ihn. Deshalb verkleiden sich zu Silvester auch viele Kinder als Schneeflocke.
Die orthodoxen Christen feiern noch später, und zwar am 6. Jänner, Weihnachten. Auch im Mittelmeerraum, wie zum Beispiel in Griechenland, und in den Oststaaten wird an diesem Tag gefeiert.
Quelle: www.weihnachtsstadt.de